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Landschaft auf Brava ©Attila Bertalan
 

Brava

So nah und doch so fern

Von allen bewohnten Inseln der Kapverden ist Brava diejenige, die am schwersten zu erreichen ist. Manch langjähriger Kapverdenreisender hat schon alle kapverdische Inseln gesehen, außer Brava. Dadurch hat eine Reise auf Brava immer noch ein wenig den Geschmack einer Entdeckungsreise. Touristen auf Fogo sehen oft in Richtung Brava und fragen sich, wie es wohl auf der für sie nicht zu erreichenden Insel aussieht.

Brava (Cabo Verde) Karte

Brava ist die kleinste der bewohnten Kapverdischen Inseln. Sie hat eine annähernd kreisrunde Form mit einem Durchmesser von nur etwa 10 km. Wie alle anderen Inseln der Kapverden ist die Insel vulkanischen Ursprungs. Obwohl der Vulkan mit seinem 976 Meter hohen Gipfel namens Fontainhas nicht als aktiv gilt, ist die Region unter der Erdkruste noch nicht zur Ruhe gekommen. Immer wieder erschüttern Erdbeben die kleine Insel, vor allem wenn es auf der Nachbarinsel Fogo zu einem Ausbruch kommt.

Gerne wird Brava als Blumeninsel bezeichnet. Jedoch darf man keine üppige Blumenpracht wie auf Madeira erwarten. Im Sommer ist die Insel fast genauso trocken wie die restlichen Kapverdischen Inseln. Zutreffend ist jedoch, dass der kleine Hauptort der Insel, Vila Nova Sintra, hübsch mit Blumen bepflanzt ist.

Fähre im Hafen von Furna, Brava, Cabo Verde
Fähre im Hafen von Furna

Ob die Insel touristisch weiter erschlossen wird, oder weiterhin touristisches Neuland bleibt hängt wohl in erster Linie von der Erreichbarkeit der Insel ab. Anläufe eine verlässliche und regelmäßige Fährlinie von Fogo nach Brava etablieren sind bisher immer wieder gescheitert. So bleibt Brava vorerst ein Reiseziel für diejenigen, die es dorthin zieht, wo man noch kaum Touristen trifft.


Highlights auf Brava

Die Bucht von Faja d'Água: Ein Landschaftliches Highlight und sehenswertes Ausflugsziel ist die Bucht von Faja d'Água. Das kleine Fischerdorf liegt am Ende einer relativ gut bewässerten Ribeira. Die klassische Wanderung auf Brava führt von der Hochebene vor N.S. do Monte in steilen Serpentinen hinunter in das enge Tal. Unterwegs durchquert man dabei fruchtbare Oasen mit schattenspendenden Bäumen. Im Dorf angekommen kann man sich im Krämerladen erfrischen. Der Ort bietet sogar zwei einfache Übernachtungsmöglichkeiten. Wer möchte kann noch weiterlaufen zum nahegelegenen stillgelegten Flughafen. Spektakuläre Felsformationen an der schroffen Küste belohnen den aufmerksamen Beobachter.

Abstieg in die Ribeira do Faja d'Água
Abstieg in die Ribeira do Faja d'Água
Faja d'Água
Faja d'Água
Felsen bei Faja d'Água
Felsen bei Faja d'Água

©Attila Bertalan