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Vulkanausbruch am Pico de Fogo ©2014 Attila Bertalan
 

Fogo

Das Wahrzeichen Kap Verdes ist ein Vulkan

Beim Anflug auf die Insel Fogo fällt sofort auf, dass sie vulkanischen Ursprungs ist. Die typische Form des Insel­berges ist nicht zu übersehen und selbst bei dichter Wolken­decke ragt die kegel­förmige Spitze des Pico do Fogo noch aus den Wolken. Mit seiner Höhe von 2.829 Metern ist der Pico do Fogo der Höchste Berg der Kap­verden. Nach dem Pico del Teide auf Teneriffa mit 3.718 m Höhe und dem wenig bekannten Pico Basile mit 3.011 m auf der äquatorial­guineanischen Insel Bioko ist der Pico do Fogo der dritt­höchste Berg im gesamten Atlantik.

Touristisch ist die Insel zwar kein Niemands­land mehr. Vom Massen­tourismus ist sie aber bisher immer noch verschont geblieben. Der Groß­teil der Besucher kommt nur für einen kurzen Ausflug von den östlichen Strand­inseln und fliegt nach ein bis zwei Tagen, manche sogar schon am selben Tag wieder ab. Das Ziel der meisten Besucher ist klar: Den Pico aus der Nähe sehen oder gar zu erklimmen. Man nimmt dann noch ein paar Ein­drücke mit, die sich aus der Anfahrt ergeben und das war es dann auch schon für die meisten.

Fogo (Cabo Verde) Karte

Dabei bietet Fogo durchaus mehr zu sehen und zu erleben als den Pico, obwohl der ganz klar die zweit­größte Attraktion der Insel ist.

Highlights auf Fogo

Der Pico do Fogo: Der Pico do Fogo ist ganz klar für die meisten Besucher die Haupt­attraktion der Insel. Der Vulkan­berg ist noch immer aktiv und brach seit der Besiedlung der Insel in un­regel­mäßigen Ab­ständen etwa zwei bis drei mal pro Jahr­hundert aus. Der letzte Aus­bruch ereignete sich im Jahr 1995 an der Ost­seite des Pico und erschuf einen neuen ca. 250 Meter hohen vulkanischen Hügel, den kleinen Pico oder Pico Pequeno. Sowohl der Pico do Fogo als auch der Pico Pequeno erwachsen aus der Hochebene Chã das Caldeiras, die auf über 1700 Metern Höhe liegt. Der Aufstieg ist zwar anstrengend, aber Tritt­festigkeit, etwas Kondition und einen Berg­führer voraus­gesetzt durchaus zu schaffen. Vor allem der Ab­stieg vom Pico ist ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergißt: Wie im Tief­schnee kann man einen Großteil der Strecke nach unten laufen, rennen oder hüpfen. Nur die die kleinen Lava­steinchen im Schuh drücken dann doch etwas mehr als Schnee­flocken.

Der Pico do Fogo
Der Pico do Fogo
Auf dem Gipfel des Pico do Fogo
Auf dem Gipfel des Pico do Fogo
Abstieg vom Pico do Fogo
Abstieg vom Pico do Fogo

Die Chã das Caldeiras: Die Chã das Caldeiras ist ein Einsturz­krater eines riesigen Vulkans aus Urzeiten mit einem Durch­messer von fast 10 Kilometern. Die Caldeira wird gegen Osten begrenzt von einer eindrucks­vollen Steil­wand, der soge­nannten Bordeira. Unter­halb der Bordeira liegen die zwei Dörfer Portela und Bangaeira. Im Osten steht prominent der Pico do Fogo.
Die Chã das Caldeiras ist durchaus einen mehr­tägigen Aufent­halt wert. Neben dem Pico und der Bordeira findet man eine unge­wöhnliche Land­schaft, wie man sie in der Form selten sieht. Bizarre Lava­formationen regen die Phantasie zum Erekennen von Figuren an. Und im Norden bildet ein Nebel­wald mit Eukalyptus­bäumen einen interessanten Kontrast zur Karg­heit der Land­schaft der Caldeira.

Die vulkanische Landschaft der Chã das Caldeiras auf Fogo (Cabo Verde)
Vulkanische Landschaft
Bizarre Lavaformen in der Chã das Caldeiras auf Fogo (Cabo Verde)
Bizarre Lavaformen
Kleiner Wald am Ende der Chã das Caldeiras
Kleiner Wald am Ende der Caldeira

Die Bordeira: Aufmerksame Leser werden sich sicherlich gewundert haben, warum ich in der Ein­leitung den Pico do Fogo nur als zweit­größte Attraktion der Insel bezeichnet habe. Was ist dann die Nummer eins? Nun, da es die meisten Besucher der Insel zum Pico zieht ist es immer noch ein Geheim­tipp: Die anspruchs­volle zweitägige Wander- und Kletter­tour auf der bis zu 800 Meter fast senkrecht aufragenden Bordeira gehört sicherlich zu den land­schaftlichen Höhe­punkten, nicht nur auf Fogo, sondern auf allen Inseln des Atlantik.

Das nördliche Ende der Bordeira mit Pico do Fogo im Hintergrund
Das nördliche Ende der Bordeira
Aussicht von der Bordeira auf Bangaeira
Aussicht von der Bordeira auf Bangaeira
Der Schatten des Pico do Fogo auf der Bordeira
Der Schatten des Pico auf der Bordeira

Linktipp:

Speziell mit So Filipe und Fogo befasst sich die deutschsprachige Seite www.sao-filipe.com von Mike Goike, der auch einen Newsletter fr aktuelle Neuigkeiten aus Fogo anbietet.

©Attila Bertalan